Der Wallalitabock

Die Sage
Zuhinterst im Mellental, wo der alte Säumerweg hoch ober den Felsen des Schafberges über die Wallalitta führt, soll es bisweilen ganz ungemütlich gewesen sein. Hier trieb der „Wallalitabock“ sein Unwesen. Beim Zunachten konnte er einen anfallen. Zuerst machte er sich mit einem lauten Meckern bemerkbar. Dann konnte er sich einem auf den Rücken setzen und sich schwer machen. Auch Saumpferde mache er scheu und könne sie grässlich in den Abgrund treiben. Einige schneidige Mellauer Jäger hätten des Öfteren versucht, den Bock anzupassen und ihn zur Strecke zu bringen, aber vorerst konnte das Vorhaben nicht gelingen. Ein ganz Schlauer habe dann beim Anfertigen der Gewehrkugeln ein geweihtes Silberkreuz mit eingegossen. Mit einer so präparierten Kugel hätte dieser Schütze den Bock wohl getroffen, ihn aber nur in einen nahe gelegenen Grenzstein hineinzaubern können.

Der erwähnte Grenzstein dürfte aber das Abbild eines Steinbockes tragen, dem Wappentier der hier einst besitzenden Grafen von Hohenems.

Anmerkung
Wallalita = Hangseite (Litta) gegen die „Walen“ (die anders – nicht deutsch – Sprechenden)

Quelle: Vogt, Werner. Sagen aus der Talschaft Bregenzerwald.

Wanderroute: Mellau - Alpe Buchen - Mellau

Unser Wandertipp
Diese Wanderung entlang des Mellenbaches führt zur Ziegenalpe Buchen im Mellental, wo rund 150 Ziegen, 20 Kühe und einige Alpschweine einen Sommer lang zuhause sind. Der Mellauer Dorfrundweg verläuft zuerst entlang des Mellenbaches. Vor dem neuen Feuerwehrhaus biegt man links ab, spaziert durch die Parzelle Unterrain an den letzten Häusern vorbei. Bei der Abzweigung links halten und dem Güterweg folgen, der sich entlang des Mellenbaches durch das Mellental schlängelt. Angelangt auf der Ziegenalpe Buchen kann Hunger und Durst bei einer zünftigen Älplerjause und einem Glas Milch gestillt werden. Über den Mellentalgüterweg gelangen Sie wieder zurück zur Parzelle Unterrain und von dort ins Zentrum zurück.

Gehzeit
ca. 1,5 Stunden zur Alpe Buchen

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